Liebling des Monats Mai 2016 - Trauerschwan Paul

 

Ohne Schwäne kein Schwanenteich – das scheint logisch! Es ist jedoch gar nicht so einfach, Schwäne an einem bestimmten Platz zu halten, denn es sind Wildtiere, die sich ihr Zuhause am liebsten selber wählen. Präsentiert man ihnen aber gutes Futter und behandelt sie gut, bleiben sie gerne. Der schwarze Trauerschwan Paul lebt schon seit vielen Jahren am Schwanenteich, es wird gemunkelt, er war bereits bei der Vereinsgründung vor 40 Jahren dabei, aber dafür fehlt leider jeglicher schriftliche oder bildliche Beweis. Bis vor wenigen Jahren hatte er noch eine Partnerin, aber seit ihrem Tod lebt Paul alleine. Schwäne sind monogam, das bedeutet, sie bilden Partnerschaften, die nur mit dem Tod enden – eine Art der Treue, die sie vielen Menschen voraus haben! Seit Sommer 2015 gibt es aber auch wieder zwei weiße Schwäne am Schwanenteich. Schwanendame Emma wurde nach einer Verletzung in der Wildvogelstation Kirchwald aufgepäppelt und hat dort ein verwaistes Schwanenkind adoptiert. Beide sind zum Auswildern an den Schwanenteich gezogen. Bislang sind sie aber noch da – wir würden uns freuen, wenn sie für immer blieben!

 

Paul ist ein freundliches und zutrauliches Tier. Am liebsten frisst er Eisbergsalat und den auch gerne aus der Hand. Dabei darf man die Salatblätter aber nicht zu klein machen, denn sonst sind die eigenen Finger doch etwas in Gefahr. Wie alt auch immer Paul sein mag, in jedem Fall ist er schon eher ein Großvater als ein Teenie und das merkt er auch seit einiger Zeit in seinen Knochen. Ist er im letzten Sommer bei der Ankunft von Emma und ihrem Baby noch körperlich richtig aufgeblüht, scheinen ihn nach dem Winter nun doch manchmal die Kräfte zu verlassen. Dann lässt er sich den Salat servieren und bleibt dabei im Gras liegen. Da er aber insgesamt einen zufriedenen und gelassenen Eindruck macht, gehen wir davon aus, dass er unter seiner körperlichen Verfassung nicht leidet und so hoffen wir für ihn noch auf eine lange schöne Zeit bei uns!